Schlagwort-Archive: Phantastische Literatur

Eine Dauerausschreibung: GEGEN UNENDLICH

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Covermotiv: Michael Hutter

Die Anthologiereihe »GEGEN UNENDLICH. Phantastische Geschichten« versammelt dreimal jährlich herausragende Kurzgeschichten des Genres. Anfangs ausschließlich als eBook herausgebracht, erscheint die Reihe inzwischen auch als Taschenbuch im Verlag p.machinery.
Die Herausgeber Awe/Fieberg/Pack sind ständig auf der Suche nach frischen Texten, kreativen Ideen und originellen Einfällen, die dazu geeignet sind, dem Genre neue Impulse zu geben.
Die Herausgeber verstehen GEGEN UNENDLICH als ein Kurzgeschichtenmagazin, in dem vor allem das Ungewöhnliche, Neu- und Andersartige seinen Platz findet. Dabei bieten sie auch bislang unentdeckten Talenten die Möglichkeit, neben etablierten Autoren zu publizieren, denn das Entscheidende ist ein guter Text – fantastisch und mitreißend.

Manuskripte inkl. Kurzvita sind an Michael J. Awe unter eMail gegen_unendlich@gmx.de zu senden.
Anforderungen: Umfang von 3 bis 25 Normseiten (entspricht 5.400 bis 45.000 Zeichen), linksbündig (Flattersatz), 12 Punkt, Zeilenabstand anderthalbzeilig, Dateiformat *.doc oder *.rtf ohne Textauszeichnungen. Als Anführungszeichen sind » und « (ALT+0187 bzw. ALT+0171) zu verwenden.
Bitte nur unveröffentlichte Kurzgeschichten einreichen. Die Rechte an den Kurzgeschichten verbleiben bei den Autoren. Jeder Autor erhält ein Freiexemplar und 30 % Autorenrabatt auf weitere Exemplare, die beim Verlag zu bestellen sind.

Infos auf Facebook

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»GEGEN UNENDLICH«: Die Jubiläumsnummer

GU 10 CoverMitten in unseren Umzug fiel die Veröffentlichung der Jubiliäumsnummer von »GEGEN UNENDLICH«. Seit knapp zwei Jahren und mit nunmehr der zehnten Ausgabe bringt die ebook-Reihe aus dem weiten Feld der phantastischen Literatur einen bunten Mix zeitgenössischer und klassischer Autoren.
Auch diesmal haben wir wieder eine abwechslungsreiche Sammlung für unsere LeserInnen zusammengestellt. Lesen Sie in der Jubiläumsnummer von verblüffenden Erfindungen, von denen Unbefugte besser die Finger lassen (Uwe Hermann, »Der Einfänger«), von Weltraumjägern, deren Kindheitssehnsucht sich auf grausame Weise erfüllt (Silke Jahn-Awe, »Kampfpiloten«), und von einem »Haus am Ende der Träume« (Michael Siefener). In der Klassiker-Abteilung gibt es diesmal nicht weniger als drei Beiträge, und zwar eine Neuübersetzung von Sakis boshafter Geschichte »Die Musik auf dem Hügel«, eine Übersetzung von Julius Longs verstörender Story »Der bleiche Gast« (im Original zuerst im »Weird Tales Magazine« erschienen) und eine Neuveröffentlichung von Hanns Heinz Ewers surrealer Groteske »Mein Begräbnis«. Daneben sind wie gewohnt die Herausgeber Blasius, Fieberg und Pack mit je einem Beitrag vertreten.
Das Titelmotiv stammt diesmal wieder von Stefan Böttcher und ist eines meiner Favoriten. Anlässlich des Jubiläums haben wir die künstlerischen Vorlagen für die zurückliegenden Titelillustrationen Revue passieren lassen und die Coverbilder aller Ausgaben versammelt. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre.

GEGEN UNENDLICH. Phantastische Geschichten – Nummer 4

Cover_GU_4_MMittlerweile ist die vierte Ausgabe unserer Phantastikreihe »GEGEN UNENDLICH« erschienen. Diesmal konnten wir für das Coverbild Lothar Bauer gewinnen, der in der Szene seit langem als sehr produktiver Illustrator bekannt ist. Es ist wieder eine spannende und hochwertige Mischung an Erzählungen aus unterschiedlichsten Bereichen der phantastischen Literatur zusammengekommen. Mit Barbara Hundgeburt-Grabow, Monika Niehaus und Silke Jahn-Awe sind diesmal drei Gastautorinnen dabei.

Außerdem wird mit der Nummer 4 eine neue Rubrik eingeführt. Im »Fraktalgenerator« widmen wir uns in kürzeren Texte verschiedenen Phänomen der Phantastik. Persönlich und meinungsstark. Ich wünsche viel Spaß bei der Lektüre!

DIE STORYS:

Michael Blasius: »Karma AG«
Andreas Fieberg: »Das lange Warten«
Barbara Hundgeburt-Grabow: »Spiegelbilder«
Joachim Pack: »Vor dem Rand der Welt«
Monika Niehaus: »Der seltsame Fall des Leutnant Benjamin Abel«
Silke Jahn-Awe: »Betamesser«

AUS DEM INHALT:

Der schockierende Vorleben-Bescheid vom Amt für Identitäten — ein rätselhaftes Kunstwerk auf einem fernen Planeten — die magische Lichtbildnerei einer alten Dame — die Macht des Wissens und die Hilflosigkeit eines paranoiden Wissenschaftlers — ein außergewöhnlicher Fall von Bewußtseinsspaltung — Kulinarisches vom Planeten Omega. — Sechs bizarre Begebenheiten, sechs Facetten der Phantastik, unterhaltsam und pointiert erzählt.

»Bulpingtonismus-Blupismus«

In der aktuellen Ausgabe des Quarber Merkur findet sich ein Interview mit dem von mir sehr geschätzten Boris Strugatzki, der leider im letzten Jahr verstorben ist. Darin äußert er sich über die Anziehungskraft, die der Realismus auf ihn und seinen Bruder Akardi ausübte. Gleichsam hatten sie Angst , dem sogenannten »Bulpingtonismus-Blupismus« zu verfallen, so nannten sie die »hölzern langweilige Art, das hölzern langweilige , wirkliche Leben« zu schildern. Der Begriff kam auf, nachdem sie von H. G. Wells »The Bulpington of Bulp« gelesen hatten. Obwohl sie Wells als ihren Lieblingsautoren und auch Lehrmeister schätzten, empfanden sie diesen Roman als seinen langweiligsten und schworen sich, niemals derart Schindluder mit ihren Lesern zu treiben. »Und ich glaube«, so fügt Strugatzki in dem Interview hinzu, »wir haben diesen Schwur gehalten«. Sogar der alltäglichste von ihren Romanen, »Das lahme Schicksal«, sei unterhaltsam, weil die in der realen Welt spielende Handlung durch die Anwesenheit Seiner Majestät des Wunders erleuchtet wird.

GEGEN UNENDLICH: Sondernummer gratis

COVER_GU_SNHeute ist die Sondernummer von GEGEN UNENDLICH  erschienen. Von mir ist die Erzählung „Dienstag, zwölf Uhr“ dabei. Daneben finden sich noch vier weitere, sehr schöne Erzählungen. Die Sondernummer von GU steht fast überall im Handel zum kostenlosen Download bereit.

Silke Jahn-Awe: Tank 142
Michael Blasius: Dienstag, zwölf Uhr
Norbert Golluch: Die virtuelle Familie
Andreas Fieberg: Wohnungsnot
Joachim Pack: Lift!
Michael Blasius: Die Bibliothek von Babel

Macht es wie Gottes Sohn, werdet Mensch – so könnte die Botschaft in einer Welt lauten, die die Hölle ist. // Der Geist der Vergangenheit lässt einen polnischen Partisanen nicht mehr los. // Das Update ist da, Zukunft 2.0 übernimmt das Ruder. // Jemand sucht eine Wohnung und findet statt dessen sein Schicksal. // Ziemlich mitgenommen wirkt auf dem Planeten Vingart ein irdischer Besatzer bei seiner Begegnung mit einem Einheimischen.

GEGEN UNENDLICH Sonderausgabe

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Die neue Ausgabe von GEGEN UNENDLICH steht in den Startlöchern. Diesmal haben wir uns zwei Gastautoren eingeladen: Norbert Golluch und Silke Jahn-Awe. In zwei Wochen erscheint die Sonderausgabe als eBook überall im Handel.  Das tolle Cover wurde wie üblich von Andreas Fieberg gestaltet.

Die Nase

Es gibt Geschichten, die eine Initialzündung bewirken, wenn man auf sie trifft. Die ideale Kombination aus dem richtigen Buch zur richtigen Zeit. Eine dieser Geschichten ist für mich „Die Nase“ von Nikolai Gogol. Ich stöberte als Jugendlicher in der neu gebauten Stadtbücherei in Münster, als mir eine knallrote Ausgabe von Diogenes in die Hände fiel: Gogol, Meistererzählungen. Gehört hatte ich diesen Namen noch nicht, aber ich las das Vorwort von Sigismund von Radecki, las immer weiter, setzte mich hin, begann mit der ersten Erzählung aus dem Band, „Die Nase“, und war fasziniert: der schnurrige Ton, die groteske Begebenheit eines Mannes, dessen Nase sich eines Tages nicht mehr in seinem Gesicht befindet, die Suche nach dem guten Stück, die Konfrontation mit der Nase, die mittlerweile eine Offiziersuniform trägt und durchaus selbstbewusst ihre Unabhängigkeit behauptet, bis hin zum Ende … Während des Lesens spürte ich, dass ich hier etwas gefunden hatte, von dem ich nicht einmal gewusst hatte, es zu suchen. Hier war eine phantastische Erzählung, die einen literarischen Anspruch geltend machte, die sich wenig um Konventionen kümmerte. Ich lief in die nächste Buchhandlung und kaufte mir die Ausgabe. Bis heute hat Gogol nichts von seiner Faszination verloren, zwar kamen mitunter andere Autoren, die ihn für kurze Zeit verdrängten, die wichtiger, gewichtiger, erschienen, doch immer wieder kehrte ich zu dieser leichten, düsteren Art der Phantastik zurück, die doch im Grunde ihres Herzens das Traurigste ist, was ein Mensch zu schreiben vermag.