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Eine Dauerausschreibung: GEGEN UNENDLICH

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Covermotiv: Michael Hutter

Die Anthologiereihe »GEGEN UNENDLICH. Phantastische Geschichten« versammelt dreimal jährlich herausragende Kurzgeschichten des Genres. Anfangs ausschließlich als eBook herausgebracht, erscheint die Reihe inzwischen auch als Taschenbuch im Verlag p.machinery.
Die Herausgeber Awe/Fieberg/Pack sind ständig auf der Suche nach frischen Texten, kreativen Ideen und originellen Einfällen, die dazu geeignet sind, dem Genre neue Impulse zu geben.
Die Herausgeber verstehen GEGEN UNENDLICH als ein Kurzgeschichtenmagazin, in dem vor allem das Ungewöhnliche, Neu- und Andersartige seinen Platz findet. Dabei bieten sie auch bislang unentdeckten Talenten die Möglichkeit, neben etablierten Autoren zu publizieren, denn das Entscheidende ist ein guter Text – fantastisch und mitreißend.

Manuskripte inkl. Kurzvita sind an Michael J. Awe unter eMail gegen_unendlich@gmx.de zu senden.
Anforderungen: Umfang von 3 bis 25 Normseiten (entspricht 5.400 bis 45.000 Zeichen), linksbündig (Flattersatz), 12 Punkt, Zeilenabstand anderthalbzeilig, Dateiformat *.doc oder *.rtf ohne Textauszeichnungen. Als Anführungszeichen sind » und « (ALT+0187 bzw. ALT+0171) zu verwenden.
Bitte nur unveröffentlichte Kurzgeschichten einreichen. Die Rechte an den Kurzgeschichten verbleiben bei den Autoren. Jeder Autor erhält ein Freiexemplar und 30 % Autorenrabatt auf weitere Exemplare, die beim Verlag zu bestellen sind.

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Konservative Emmys?

Trotz zahlreicher Nomierungen ist »Games of Thrones« bei den diesjährigen Emmy-Awards leer ausgegangen. Gewinner des Abends war zweifellos »Breaking Bad«, die zum zweiten Mal in Folge in der Kategorie »Bestes Drama« ausgezeichnet wurde und insgesamt sechs Emmys erhielt. George R. R. Martin merkt dazu in seinem Blog an, dass in 66 Jahren trotz zahlreicher Nomierungen nicht eine SF- oder Fantasy-Serie mit einem Emmy ausgezeichnet wurde.

Voyager

1781119_623916197685999_555754049270840656_oLange hat mir keine Neueröffnung in Bonn, dieser bissig-spießigen, zum bildungsbürgerlichen Mainstream neigenden Stadt, solche Freude gemacht wie das neue Projekt einiger Unentwegter: das Voyager. Hier finden Brettspieler, Nerds, Science-Fiction und Fantasy-Fans ein neues Zuhause. Unbedingt mal reinschauen, wenn man in der Nähe ist. Das Voyager ist ein schönes Beispiel dafür, dass eine Stadt nicht dadurch interessanter wird, dass Tausende neue Mitarbeiter von Post, Telekom und Postbank hinziehen, sondern dass kreative Köpfe was auf die Füße stellen. Die Getränkekarte lockt mit etlichen, sehr leckeren Sachen, und für das leibliche Wohl ist auch gesorgt.

pandora

pandoraBeim Durchforsten meiner Sammlung von Literaturmagazinen aus den letzten fünfundzwanzig Jahren, die sich in allen Formen, Größen und Farben in den Regalbrettern und Ordnern tummeln, manche regional beschränkt und nur bei ausgewählten Läden und Copyshops erhältlich, manche sogar mit einer ISSN-Nummer versehen, und auch so einige, die direkt nach der ersten Ausgabe das Erscheinen einstellten, fielen mir wieder die Ausgaben von »pandora« ins Auge. »pandora«, verlegt im Shayol-Verlag, war der Versuch, in Deutschland ein anspruchsvolles Magazin zur Science – fiction und Fantasy herauszugeben. Was Hanns Riffel, vielen bekannt als Mitinhaber der SF-Buchhandlung »Otherland« in Berlin, auf die Füße stellte, hatte es in unserem Lande so lange nicht gegeben. Als großer Freund der »Alien Contact«-Seiten kaufte ich mir die erste Ausgabe sofort nach ihrem Erscheinen und war, anders kann ich es nicht sagen, einigermaßen beeindruckt. Der schon im Vorwort deutlich gemachte Anspruch wurde von Namen wie J.G Ballard, Ursula K Le Guin, Dietmar Dath, Tad Williams und Boris Strugatzki unterstrichen. Das Ganze war eine wilde Mischung aus Prosa und Sachtexten, die alle eins sein wollten: nicht weniger anspruchsvoll als das, was gemeinhin als Genre der realistischen oder mimetischen Literatur fungiert. Passend dazu fand sich auch gleich zu Beginn ein Artikel von Ursula Le Guin zum Thema Genre, der gleichzeitig für die Haltung des Magazins stehen mag. David Pringel scPandora4_Cover_0400pxhrieb seine »Überlegungen zur Novelle« und behandelte damit wohl die edelste Form, in der Literatur erscheinen kann.  Die Prosa und Rezensionen standen dem Anspruch der Sachtexte in nichts nach. Nachdem ich die erste Ausgabe durchgeblättert hatte, bestellte ich ohne zu Zögern ein Abo. Ausgabe 2 und 3 trafen in gewohnter Qualität ein, Band 4 folgte, dann war Schluss. Die fünfte Ausgabe erschien nicht mehr; Hans Riffel und Jakob Schmidt, letzterer seit Ausgabe Nummer 3 als Mitherausgeber dabei, hatten das Handtuch geworfen. Im Vorwort des vierten Bandes wird der Mangel an Zeit genannt, ein solch ambitioniertes Projekt weiter auf dem Niveau zu führen. Auf der Seite des Shayol-Verlags sind die Ausgaben von »pandora« noch erhältlich.

Otherland

Wer mal in Berlin ist und phantastische Literatur schätzt, sollte einen Besuch in der Buchhandlung Otherland einplanen. In keiner anderen deutschen Buchhandlung habe ich bislang ein so gutes und großes Sortiment neuer und gebrauchter Bücher aus den Bereichen Science-Fiction, Fantasy, Horror und allgemeiner Phantastik gefunden. Hannes Riffel, Co-Inhaber der Buchhandlung, leitet außerdem den kleinen, aber feinen Golkonda-Verlag, der zurzeit die Werkausgabe von den Strugatzkis herausgibt, die parallel bei Heyne als Taschenbuchreihe erscheint. Und für alle, die nicht in Berlin wohnen, bietet Otherland auch einen Bestell- und Versandservice an.