Über

cropped-portracc88t-awe.jpgMichael J. Awe wurde 1973 in Münster geboren. Schon als Schüler dachte er sich Geschichten aus und veröffentlichte erste Erzählungen in Literaturmagazinen. Nach dem Studium der Sozialen Arbeit zog er im Jahr 2000 nach Bonn, wo er seine spätere Frau kennenlernte. Sein erster Roman „Der Neiding“ spielt im 8 Jahrhundert und erzählt die Geschichte zweier Brüder zur Zeit der Sachsenkriege, die aufgrund einer Intrige dem alten Sippengesetz der Blutrache unterworfen werden. Von 2013 bis 2021 war er Mitherausgeber der phantastischen Reihe „Gegen unendlich“. Als Sozialarbeiter ist er im Nachtdienst der Bonner Suchthilfe tätig und widmet sich tagsüber dem Schreiben. Er arbeitet zurzeit an seinem zweiten Roman, der in der nahen Zukunft auf einer Station auf dem Mond spielt, die den Kontakt zur Erde verloren hat.

„Bonner Nachtlichter“

Das Projekt „Bonner Nachtlichter“ entstand im September 2021 bei meinen Versuchen, täglich 10.000 Schritte zu laufen. Ich hatte mein neues Smartphone dabei, um die gelaufenen Schritte zu zählen, und begann bei meinen abendlichen Spaziergängen damit, Fotos zu machen und sie unterwegs meiner Frau zu schicken. Zuerst war es nur eine Motivationshilfe, um mich jeden Abend zu den langen Gängen anzutreiben, später wurde es eine ernsthafte Leidenschaft. Da es um die Jahreszeit während meiner Spaziergänge immer schon dunkel war, entstand eine Serie von Fotos ohne Tageslicht. So wurde „Bonner Nachtlichter“ geboren.

Es geht bei dem Projekt nicht darum, möglichst perfekte oder spektakuläre Fotos zu machen. Alle Bilder werden mit einem Smartphone, einem Pixel 4a, aufgenommen, ohne teure Fotoausrüstung oder hochwertigen Kameras und Objektiven. Die Bilder sind Schnappschüsse im besten Sinne des Wortes. Sie dokumentieren die Stadt auf Augenhöhe, ohne sie herauszustellen. Fotos und der sie begleitende Text bilden dabei eine Einheit. Die Texte sind nicht nur Zusätze zu den Fotos, sondern stehen gleichberechtigt daneben.