Buster Keaton lächelt nicht

Diese phantastische Erzählung ist eine der wenigen meiner Texte der letzten Jahre, die nicht der SF zuzuordnen ist. Sie ist vermutlich die ruhigste aller meiner Geschichten. Sie ist so ruhig, dass man ihr eigentlich nichts zutraut. In der Anthologie, in der sie erschien, wurde sie irgendwo in die Mitte gepackt, wo alle Geschichten landen, über die man sich nicht so ganz im Klaren ist. Sie ist voller Sehnsucht und Melancholie und Hoffnung, wie die Liebe. Nun gibt es »Buster Keaton lächelt nicht« als separates Mini-eBook mit passendem Cover überall da, wo es eBooks gibt.

Kipp-Punkte

Ich mag den Glauben daran, dass wir den Hebel noch rumreißen können. Dass wir lernen, uns als Teil der umgebenden Welt zu begreifen, als Teil der Natur, der mit allem anderen verbunden ist. Dass eine kluge Wissenschaft und eine kluge Wirtschaft ihre Intelligenz und ihr Herz benutzt, um die Dinge zu verbessern.

Aber ich weiß auch, dass das vermutlich nur ein Wunschdenken ist. Es wird wohl keine optimistische Zukunft geben, in der wir leben werden. Es wird eine Zukunft geben, in der wir überleben. Unsere Kinder und deren Kinder werden von unserem Verhalten katastrophal betroffen sein.

Ein Bonner Professor, kurz vor der Pension, engagiert sich mittlerweile bei Extinction Rebellion. Er sagt, dass Aufklärung durch die Wissenschaft in den letzten vierzig Jahren nicht geholfen habe, und sieht Protest durch zivilen Ungehorsam als letzten Ausweg.

Cela 14

Das neue Cover von »Cela 14« ist fertig. Die Novelle erschien unter dem Titel »Unter der Sonne von Cela 14«als Eröffnungsgeschichte in einer Anthologie und, obwohl es eine SF-Story ist, erhielt sie auch großen Zuspruch bei Menschen, die normalerweise gar keine phantastische Literatur lesen. Eine Leserin schrieb mir, dass der eigentliche Hauptcharakter der Planet wäre. Vielleicht hat sie gar nicht mal so unrecht. Noch heute fühle ich mich, wenn ich an diese lange Erzählung denke, als wäre ich wirklich auf Cela 14 gewesen mit dem Meer, dem bläulichen Strand, den Palmen, den affenähnlichen Wesen hoch oben in den Bäumen und nicht zuletzt dem weitläufigen Anliegen der Villa und deren Bediensteten. Jetzt endlich erscheint die Novelle auch als eigenständiges »Mini-eBook« in einem ansprechenden Gewand, mit einem neuen Cover, das ihr gerecht wird.

Die Passage

Das neue Cover von »Die Passage« ist fertig. Eine Erzählung über eine alte Kapitänin auf ihrer letzten Fahrt, die in GEGEN UNENDLICH 16 publiziert wurde und jetzt auch als eigenständiges »Mini-eBook« zu haben ist. In ihr wurden Science-Fiction-Elemente mit der nordenglischen Legende vom Rabenkönig John Uskglass verwoben.

Klappentext: Eine alte Raumschiffkapitänin befindet sich auf ihrer letzten Fahrt. Zwischenstopp vor dem Sprung durch die Passage ist ein geheimnisvoller Planet, auf dem sich eines der bekanntesten Heiligtümer des bekannten Universums befindet. Kurz vor ihrer Ankunft entdeckt die Crew eine blinde Passagierin, ein junges Mädchen, das nicht spricht. Die Kapitänin nimmt das Mädchen mit zum Heiligtum. Die Folgen sind weitreichend.

Der Neiding

ISBN: 978-3-7485-5760-9

Schon zwei Jahre ist es her, dass mein historischer Roman »Der Neiding« in einem Band herausgekommen ist. Nach der bunten Vielfalt der originalen sechs Bände musste ich mich erst an den Einzelband gewöhnen. Statt der Irminsul zieren nun zwei Raben das Cover. Ich bin begeistert von der stilistischen Darstellung der beiden Raben Odins, die für mich die beiden Brüder Arbogast und Farold symbolisieren, deren Schicksal untrennbar miteinander verbunden ist.

Arbeitsjournal – Shackleton II

Man entwirft einen Roman. Einen SF-Roman. Die Grundidee einer Hintergrundgeschichte ist da, Figuren gesellen sich hinzu, Handlungsstränge. Seite um Seite wird geschrieben. Und dann kommt die Realität und walzt eure kleine Idee einfach platt. Was vor Covid 19 noch gegangen wäre, kann man jetzt nicht mehr bringen. Ihr setzt euch hin und versucht, die Sache ein wenig zu verfremden, von der Realität, die die Fiktion eingeholt hat, weg zu entwickeln. Vorsichtig dröselt ihr alles wieder auf. Es ist wahr, dass Science-Fiction von der Gegenwart und nicht von der Zukunft spricht. Und unsere Gegenwart verändert sich gerade dramatisch.

Die O und die 1

ISBN: 978-3-7487-4081-0

Als ich in den 80er mit dem Lesen anfing, gab es eine strikte Trennung zwischen Fantasy und Science-Fiction. Das bezog sich nicht nur auf die Geschichten, sondern auch auf die Leserschaft. Man las entweder das eine oder das andere. Mittlerweile hat sich da einiges getan. »Die 0 und die 1« wurde nicht für eine Anthologie oder für ein bestimmtes Magazin geschrieben, sondern rein aus Spaß an der Freude. Letztes Jahr erschien die Geschichte als eBook.

Aus dem Klappentext: Lygas, genannt der Suchende, macht sich mit seiner Tochter Sentia zu einem geheimnisvollen Ort tief in den Bergen auf, den die Verschwundenen dort vor langer Zeit errichtet hatten. Zusammen mit Sentia dringt er weit in das unterirdische System vor und macht eine Entdeckung, für die er einen hohen Preis zahlen muss.

Vorstellung GEGEN UNENDLICH 14

Nach zwei Jahren waren wir wieder zu Gast in der Buchhandlung Böttger. Es kommt selten vor, dass sich dort so unterschiedliche Autoren zu einer Lesung zusammenfinden, wie bei der Vorstellung von GEGEN UNENDLICH 14. So wurde es ein bunter, abwechslungsreicher Abend, der ein breites Spektrum phantastischer Literatur abdeckte.

Oben im Bild von rechts nach links: Uwe W. Appelbe, Friedrich Wilhelm Korff, ich, Andreas Fieberg.

Lesung in Bonn am 22. März

Am 22. März stellen wir die aktuelle Ausgabe von GEGEN UNENDLICH in der Buchhandlung Böttger in Bonn vor. Die schöne Lokalität war schon vor zwei Jahren Schauplatz der von uns organisierten Lesereihe  »Phantastischer Sommer«, und es ergab sich eine spannende Mischung aus dem klassischen Lesungspublikum der Buchhandlung und den Freunden der Phantastik und Science-Fiction. Es werden Texte von Alban Nikolai Herbst, Georg Klein und Friedhelm Wilhelm Korff zu hören sein. Außerdem trägt der Bonner Autor Uwe W. Appelbe aus »Die Kinder« vor. Ich werde einen Ausschnitt aus meiner längeren SF-Story »Unter der Sonne von Cela 14« lesen.