Die Heinzelmännchen der Literatur

Der Übersetzerverband VdÜ kritisiert die schlechte Bezahlung der Übersetzer in Deutschland (siehe hier und hier). Beim Lesen der vom VdÜ kritisierten Punkte möchte man ausrufen: »Willkommen im Boot, liebe Übersetzer!« Zwar gibt es bei uns Autoren in schöner Regelmäßigkeit reißerische Artikel, die das enorme Einkommen einiger weniger von uns beziffern, doch die Realität sieht doch anders aus. Vom Schreiben leben tun hierzulande nur wenige Schriftsteller, die meisten fahren zweigleisig mit einem oder gar mehreren Brotberufen nebenher. Ist das schlimm? Ich denke, die meisten Autoren sind sehr realistisch, und obwohl es merkwürdig anmutet, dass in der ganzen Verwertungskette »Buch« so ziemlich jeder der Beteiligten davon leben kann, eben außer denjenigen, die die Bücher schreiben, werden doch noch immer Unmengen an Büchern verfasst, veröffentlicht und gelesen. Und am meisten verdienen nicht unbedingt die Verlage. Letztens fragte ich einen Bekannten, als er mich auf meine Tantiemen ansprach, was er schätzen würde, wie viel ein Autor an seinem Buch verdient, das für zehn Euro im Laden steht. Nur soviel: Er lag weit daneben …

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Eine Antwort zu Die Heinzelmännchen der Literatur

  1. Lennek schreibt:

    Sehr gut auf den Punkt gebracht! Und immer dieses Thema ließe sich noch weiter trefflich reden, in Länge und Breite … Deshalb bitte bald eine Fortsetzung dazu. Meine ich, ganz maulfaul …

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