Hubert Katzmarz – Gesammelte Werke

Per Post kamen die beiden Bände der gesammelten Werke von Hubert Katzmarz an. p.machinery hat die Erzählungen und Gedichte des leider viel zu früh verstorbenen Bonner Autoren mit kongenialen Covercollagen von Thomas Franke herausgebracht. Die Bücher sind echte Handschmeichler und eine wahre Augenweide. Ein Lesetipp für all diejenigen, die phantastische Literatur auch zu schätzen wissen, wenn sie ab und an ein wenig sperrig daher kommt.

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5 Antworten zu Hubert Katzmarz – Gesammelte Werke

  1. bleiente64 schreibt:

    Das Kunstvolle in Hubert Katzmarz’ Literatur erschließt sich nicht sofort, selbst eine – letztlich nur scheinbare – Schlichtheit mancher Stücke sperrt sich gegen einen mühelosen Konsum. Der Leser ist gefordert, sich vielleicht ernsthafter als sonst auf die Exempel eines Genres einzulassen, das viel zu oft zu Unrecht als trivial verschrien ist. Hubert Katzmarz schreibt über die Unausweichlichkeit des Menschseins, seine Helden sind Getriebene, Gequälte, ins Schicksal geworfene, ausgeliefert an eine Welt, die ihnen als Feind gegenübertritt. Das ist nicht schön, das liest sich nicht angenehm, es geht uns jedoch alle an und macht es schwer, sich der Faszination der Geschichten zu entziehen. Seine widerspenstigen Stücke liefern unbequeme Einsichten. Und darin läßt sich auch ein Trost finden: Man weiß, man ist mit dem Schrecken nicht allein.

    • mblasius schreibt:

      Heutzutage sind es ja die Kleinverlage, die die phantastische Erzählung am Leben erhalten. Aber vielleicht geht der Trend irgendwann von den dicken Romanen und Reihen hin zu der kurzen Form? Bei den eBooks ist da schon eine interessante Entwicklung zu erkennen.

  2. Ellen Norten schreibt:

    Leider tragen auch die Literaturkritiker in den Medien viel dazu bei, daß Literatur von Kleinverlagen kaum wahrgenommen wird. Es erfordert eben mehr Mut, auch mal gegen den Mainstream anzuschwimmen und eher unbekannte Literatur vorzustellen. Da könnte doch schließlich der Kollege die Nase rümpfen und einen nicht mehr ernst nehmen.

    • mblasius schreibt:

      Die Kleinverlage entwickeln sich immer mehr zu den Trüffelschweinen der großen Verlage. Ich finde aber generell, dass die Situation im phantastischen Bereich noch relativ gut ist, da die (Genre-) Medien den Kleinverlagen viel Aufmerksamkeit zukommen lassen und die Vernetzung sehr stark ist. So erfährt man als Leser auch von vielen Projekten. Fairerweise muss aber auch betont werden, welche Bedeutung Großverlage wie Heyne für die Verbreitung der Science-Fiction in Deutschland besaßen und besitzen.

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