Archiv für den Monat März 2013

Hohle Glasfasern erreichen annährende Lichtgeschwindigkeit

So langsam kommen wir dem Traum von der Lichtgeschwindigkeit näher. Forschern der University of Southampton ist es  gelungen, Daten im WDM-Verfahren mit annähernder Lichtgeschwindigkeit zu übertragen. Wie sie in einem Artikel bei Nature berichten, erzielten sie mit hohlen Glasfasern 99,7 Prozent der Geschwindigkeit, die das Licht im Vakuum erreicht. Die neue Entwicklung könnte vor allem in Datenzentren, wo eine Übertragung mit hoher Bandbreite benötigt wird, und bei der Entwicklung künftiger Computer der Extraflop-Klasse von Bedeutung sein.

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Arachnida

Vor einigen Tagen fiel uns diese freundliche Gesellin in die Hände. Auf dem Rücken wurden ihr einige  Solarzellen eingebaut, die ihr bei starkem LichteinfSpinneall Leben einhauchen. Jetzt steht sie auf dem Schreibtisch und wenn die Sonne durch das Zimmer wandert und ihren Standort erreicht, beginnt sie, über die Tischplatte zu wandern. So funktioniert sie gleichzeitig als eine Art von Sonnenuhr, die die Mittagspause einläutet.

Brüderle

Früher, erzählt ein alter Reporter, hätte es bei den Bonner Journalisten einen Berufsethos gegeben, über nichts zu schreiben, was die Politiker privat in den Cafés, Bars und Restaurants von sich gaben, es wurden dabei auch keine Fotos von ihnen geschossen. Der Journalist hielt sich für nicht so wichtig wie die Nachricht. Heute hätten wir den Fall Brüderle.

Tod und Ewigkeit

Dreißig Fußminuten von unserer Wohnung entfernt, am Ufer des Rheins, liegt ein altes Mausoleum. Adolf von Carstanjen ließ den Nachbau des Pantheon Ende des 19. Jahrhunderts als Familiengruft in Bad Godesberg errichten. Das Gebäude wird immer noch benutzt und kann mittlerweile von allen Bürgern als Begräbnisstätte in Anspruch genommen werden.

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Schwierige Lieblingsbücher

Vor Jahren stieß ich auf die Novelle „Mit den Toten geboren“ von Robert Silverberg. Sie befand sich in einem Sammelband mit zwei weiteren Werken dieses Autors, alle gleichsam hoch dekoriert. Die Ausgabe war nicht die schönste, aber als ich den Anfang der Novelle las, faszinierte mich ihr Ton und ich spürte ein Staunen darüber, wie emotional diese Geschichte war. Bis dahin war ich eher an die technische Seite der SF-Literatur geraten, die mitunter intellektuell herausfordernd war, aber mich nie ergriffen hatte. Mit einem Satz: ich war begeistert. Ich lieh sie einem Freund, ebenfalls Autor phantastischer Literatur, der gute Sachen zu schätzen wusste, und freute mich auf sein Urteil. Als er mir das Buch zurück gab, sah er mich an wie drei Tage Regenwetter: er hätte noch nie etwas so Langweiliges gelesen wie diese Geschichte, sie wäre absolut unerträglich gewesen. Ich war baff.

Bis heute gehört „Mit den Toten geboren“ zu meiner Lieblingslektüre. Es ist sicherlich eines von den Büchern, die man lieben oder hassen kann, aber die wenigsten werden ihm gleichgültig gegenüber stehen. Jahre später verschwand der Band aus meinem Besitz, nachdem ich ihn verliehen hatte, und lange Zeit versuchte ich ihn gebraucht zu erstehen. Erst durch Zufall fand ich einen Händler auf der Essener „Spiel“, der eine andere Ausgabe dieser Novelle besaß, hier war sie mit zwei weiteren Erzählungen unter dem Titel „Drei Novellen über den menschlichen Geist“ versammelt. Ich musste nicht lange überlegen, kaufte sie und tütete sie ein. Ich versuchte einem Freund, der mich begleitete, meine irrsinnige Freude zu erklären, er nickte nur und lächelte mich nachsichtig an.

SF

Eines der Mysterien der Science Fiction ist die Verwandlung eines ansprechenden Original-Buches in eine deutsche  Übersetzung  mit billiger Covergestaltung und plumpen und zumeist unpassenden Titeln…

Hubert Katzmarz – Gesammelte Werke

Per Post kamen die beiden Bände der gesammelten Werke von Hubert Katzmarz an. p.machinery hat die Erzählungen und Gedichte des leider viel zu früh verstorbenen Bonner Autoren mit kongenialen Covercollagen von Thomas Franke herausgebracht. Die Bücher sind echte Handschmeichler und eine wahre Augenweide. Ein Lesetipp für all diejenigen, die phantastische Literatur auch zu schätzen wissen, wenn sie ab und an ein wenig sperrig daher kommt.

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